MTB-WM: Krüger und Schehl im U23-Rennen auf fünf und sechs
Paul Schehl bei der MTB-EM in Monteceneri. Foto: Archiv/Armin M. Küstenbrück 30.08.2026 | Val di Sole (rad-net) - Zwar verpassten Benjamin Krüger und Paul Schehl bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Val di Sole (Italien) im Cross-Country der Männer U23 die Medaillen, fuhren mit den Plätzen fünf und sechs gute Platzierungen ein. Dennoch herrschte Enttäuschung im deutschen Lager.
«Man muss einfach anerkennen, dass die anderen heute stärker waren», sagte Bundestrainer Marc Schäfer nach dem Rennen. «Mit der Leistung, die Paul heute erbracht hat, hat er schon Weltcuprennen gewonnen. Dieses Mal hat es nicht ausgereicht.»
Schehl, der die Weltcupsaison 2026 in der U23-Klasse mit einer langen Siegesserie dominiert hat, und Krüger waren als Medaillenanwärter ins Rennen gegangen. Und diesem drückten sie zunächst auch ihren Stempel auf. Mit ihrem Tempodiktat sorgten sie schon in der ersten vollen Runde dafür, dass nur noch sechs Fahrer vorne lagen. Später konnte noch Nicolas Halter (Schweiz) aufschließen, sodass sich die Gruppe auf sieben Fahrer vergrößerte.
Eingangs der fünften von sieben Runden attackierte der Franzose Nael Rouffiac und hatte sofort einige Sekunden Vorsprung. Den Abstand vergrößerte er auf bis zu 40 Sekunden. Die beiden Deutschen gaben alles, aber sie, wie auch die anderen Konkurrenten, konnten die Lücke zu Rouffiac nicht mehr schließen. Im Ziel hatte er neun Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Alix Andre Gallis. 13 Sekunden zurück wurde Halter Dritter. Krüger und Schehl wiesen 32 beziehungswese 58 Sekunden Rückstand auf. «Die beiden Franzosen hatten das Short-Track am Donnerstag ausgelassen. Vielleicht war das der Schlüssel zum Erfolg, wenngleich zwei Tage zur Erholung dazwischen lagen», so Schäfer. «Es ist natürlich nicht das Ergebnis, welches wir uns erhofft hatten. Die Zielsetzung war eine andere. Dennoch war die Enttäuschung am Donnerstag nach dem Short-Track größer, da dort die Hoffnung einfach noch größer war.»
Zufrieden mit seinem Rennen konnte Niklas Franz sein. Mit seinem 26. Platz erzielte er bei der WM ein noch besseres Resultat als bislang im Weltcup. Moritz Lindner wurde 40., nachdem er aufgrund von Krämpfen noch vom 32. Rang zurückgefallen war.
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