MTB-Weltcup Yonpyong: Schehl Dritter im Short-Track - Weitere Top-Ten-Platzierungen


U23-Fahrer Paul Schehl (re.) wurde Dritter beim Short-Track in Yongpyong. Foto: GC
U23-Fahrer Paul Schehl (re.) wurde Dritter beim Short-Track in Yongpyong. Foto: GC
01.05.2026 | Yongpyong (rad-net) - Zum Auftakt des Mountainbike-Weltcups in Yongpyong in Südkorea hat es im Short-Track einen ersten Podestplatz und mehrere Top-Ten-Ergebnisse für die Deutschen gegeben. Paul Schehl (Lexware) fuhr im Rennen der Männer U23 auf den dritten Rang. David List (Decathlon-Ford) verpasste als Vierter das Treppchen nur knapp.

«Insgesamt war es heute ein sehr erfreulicher Tag was die Ergebnisse angeht», kommentierte MTB-Bundestrainer Marc Schäfer.

Schneller als U23-Fahrer Schehl waren nur der Spanier Thibaut Francois Baudry und Gustav Heby Pedersen aus Dänemark. «Er hat ein sehr gutes Rennen gefahren. Ab Rennmitte hatte er kleinere technische Probleme, aber trotzdem hat es zum dritten Platz gereicht», freute sich Schäfer. Zwar konnte Schehl sich dadurch nicht mehr das Rennen einteilen wie ursprünglich geplant, hielt aber dennoch die ganze Zeit vorne und bestimmte das Tempo mit. Auch Nationalfahrer Benjamin Krüger präsentierte sich als Sechster stark. «Es war ein sehr enges Rennen, welches am Ende im Sprint entschieden wurde», so Schäfer.

Knapp am Podest vorbei fuhr List, der aber mit dem vierten Platz sein bislang deutlich besten Short-Track-Ergebnis erreichte. Eingangs der Schlussrunde konnte er sich mit vier Fahrern etwas von der Konkurrenz lösen, musste aber Mathis Azzaro (Origine), Simone Avondetto (Wilier-Vittoria) und Dario Lillo (Giant) den Vortritt lassen. Maximilian Brandl, der mit der deutschen Nationalmannschaft in Yongpyong gestartet ist, ging das Rennen etwas defensiver an und schob sich etwa ab der Rennhälfte immer weiter nach vorne. Am Ende wurde er 15. Julian Schelb (KMC-Nukeproof) belegte den 17. Platz.

Auch Hahn zeigte im Rennen der Frauen U23 eine gute Leistung. Trotz eines Sturzes am Vortag fuhr sie auf den achten Rang und sicherte sich damit für das Cross-Country am Sonntag auch einen Platz in der ersten Startreihe. Den Sieg holte die US-Amerikanerin Makena Kellermann.

Bei den Frauen erzielte Kira Böhm (Cube) ein Top-Ten-Resultat. Sie hatte einen guten Start, hielt sich dann zunächst in den Top-20 auf, hatte aber stets Kontakt nach vorne und konnte sich mit einem konstanten Rennen noch auf Platz zehn schieben. Nina Graf (Trek-Unbroken) und Ronja Eibl (Origine) fuhren beim Sieg der Schweizerin Sina Frei (Specialized) auf die Plätze elf und zwölf. Graf wurde in der ersten Runde von einer Kontrahentin am steilen Anstieg mit losem Schotter ausgebremst, musste stehen bleiben und hatte es dort schwer, wieder in Schwung zu kommen. Das warf sie zunächst bis etwa auf Platz 30 zurück. «Über das Rennen hat sie sich dann ganz stark wieder nach vorne gearbeitet», lobte Schäfer. Nationalfahrerin Lia Schrievers schied nach einem Reifendefekt aus. Seit dieser Saison gibt es im Short-Track keine Techzone mehr, sodass das Rennen bei einem Defekt beendet ist.


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