MTB-Weltcup: Hannah und Bruni Downhill-Gesamtsieger, Rübesam auf Rang elf


Sandra Rübesam wurde Elfte beim Downhill-Weltcup in Snowshoe. Foto: Archiv/Traian Olinici
Sandra Rübesam wurde Elfte beim Downhill-Weltcup in Snowshoe. Foto: Archiv/Traian Olinici
07.09.2019 | Snowshoe (rad-net) - Zum Abschluss der Downhill-Weltcup-Serie in Snowshoe (USA) stehen zwei Sportler ganz oben, für die der Gesamterfolg eine Premiere bedeutet. Weltmeister Loic Bruni siegte nach einem dramatischen Verlauf des letzten Rennens zum ersten Mal, genauso wie Tracey Hannah aus Australien. Sandra Rübesam belegte beim Finale Rang elf, Max Hartenstern wurde 42.

Sandra Rübesam fuhr auf den elften Platz und benötigte dabei 14,831 Sekunden mehr als die Siegerin Marine Cabirou (3:43,032). Ein Top-Ten-Ergebnis wäre möglich gewesen, wenn sie sich den «Road Gap» zugetraut hätte, einen großen Sprung. Und dann gab es noch einen Fehler, als sie bei einem Sprung «zu weit ins Flache» hinein sprang und den ganzen Schwung verlor. «Aber sonst bin ich echt zufrieden, wie ich gefahren bin. Es geht in die richtige Richtung», so Rübesam. Mit Rang sieben in der Qualifikation hatte sie auch noch ein Erfolgserlebnis. «Das kann mir niemand mehr nehmen», meinte sie mit einem zufriedenen Lächeln.

Tracey Hannah machte mit ihrem fünften Rang den ersten Gesamtweltcupsieg einer Australierin perfekt, während Cabirou ihren dritten Sieg in Folge verbuchte und es für Hannah damit noch zu einer Zitterpartie machte. Rang fünf reichte Hannah aber zum historischen Erfolg. Cabirou gewann mit 1,995 Sekunden Vorsprung auf Weltmeisterin Myriam Nicole aus Frankreich und 3,482 Sekunden vor der Italienerin Veronika Widmann.

Die verletzte deutsche Meisterin Nina Hoffmann (Saalfeld) beendete die Weltcup-Saison trotzdem auf dem vierten Rang.

Hartenstern: Mehr Downs als Ups in dieser Saison
Als sich Weltmeister Loic Bruni bei den Herren als vorletzter Starter in das 2,018 Kilometer lange Gelände stürzte, lag Titelverteidiger Amaury Pierron in Führung. Wenn Pierron gewonnen hätte, hätte Bruni mindestens Dritter werden müssen, um seinen Vorsprung zu verteidigen.

Brunis Zwischenzeiten wiesen ihn oben auf Rang vier aus, weiter unten machte er Boden gut und schließlich leuchtete die «3» auf als er über die Ziellinie raste.

Doch es stand ja noch der Qualifikations-Schnellste Danny Hart oben. Der hatte oben erst mal Rückstand auf Pierron und sogar auf Bruni. Doch bei der Zwischenzeit lag er zwischen Pierron und Bruni. Das hätte den Weltmeister das weiße Jersey gekostet. Doch Danny Hart drehte noch mehr auf. Bei der letzten Zwischenzeit lag er vorne und am Ende gewann der Ex-Weltmeister mit 0,656 Sekunden Vorsprung auf Pierron.

Der war kurz enttäuscht, gratulierte dann aber seinem Kumpel Bruni zum ersten Gesamtsieg. «Amaury wird heute Abend nicht mein Freund sein», meinte Hart mit einem Grinsen, doch kaum ausgesprochen, umarmte ihn der Franzose und gratulierte zum Sieg.

Max Hartenstern (Cube Global Squad) notiert vor allem im mittleren Drittel ein paar kleine Verbremser. «Sonst war es ganz okay», meinte der Deutsche Meister. «Im Vergleich zur Quali war der Lauf aber auf jeden Fall wilder.» Am Ende war es Rang 42 (+11,542).

Den Kurs, der ein Mix ist aus vielen Facetten, Stein- und Wurzel-Sektionen, sowie Tretpassagen und «Old-School»-Wiesenabschnitten, war für alle Fahrer neu. «Das ist gut», meinte Hartenstern. «Da müssen alle neu puzzeln.»

In seiner Saison habe er «mehr Downs als Ups» gehabt. «Das habe ich mir anders vorgestellt und mir mehr erhofft. Aber jetzt gilt es daraus zu lernen und es nächstes Jahr besser zu machen», blickte Hartenstern voraus.


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