MTB: Morath kann bald wieder aufs Rad – WM-Dritter Litscher operiert


Adelheid Morath beim Afxentia Etappenrennen 2018. Foto: Armin M. Küstenbrück
Adelheid Morath beim Afxentia Etappenrennen 2018. Foto: Armin M. Küstenbrück
04.04.2018 | Rombach (rad-net) - Das Team jb Brunex-Felt muss vorerst noch auf zwei Top-Fahrer verzichten. Der WM-Dritte Thomas Litscher hat sich einer Operation unterzogen und hofft dadurch aber künftig beschwerdefrei zu sein und Adelheid Morath kann nach ihrem Kahnbeinbruch das Training bald wieder aufnehmen.

Die erstmals aus UCI Elite Team notierte Equipe aus Rombach in der Schweiz, hat das Verletzungspech gleich zu Beginn der Saison richtig schwer getroffen. Adelheid Morath stürzte im Training in Stellenbosch, zog sich schwere Prellungen im Brust- und Bauchraum zu – und brach sich das Kahnbein, ein kleines, aber neuralgisches Köchelchen am Handgelenk. Nach der Rückkehr aus Südafrika wurde sie operiert. Seither hielt sie sich mit langen Wanderungen so gut wie möglich fit. «Ich bekomme am Freitag eine angepasste Schiene und kann damit dann aufs Rad», erklärt Morath, die natürlich hofft beim Heim-Weltcup in Albstadt wieder am Start stehen können. Ob das gelingt ist allerdings noch offen.

Bei Thomas Litscher gab es keinen aktuellen Zwischenfall. Der Schweizer leidet schon länger an einem Problem, das ihn immer wieder heftig beeinträchtigte. Ausgehend von der Hüfte, konnte Litscher dann auf einem Bein keinen echten Druck mehr entfalten. Immer wieder gelang es ihm irgendwie damit klar zu kommen – siehe WM-Bronze 2017 in Cairns – doch im Frühjahr kamen die Beschwerden wieder zurück. In Stellenbosch war er nach dem Rennen (34.) am Boden zerstört.

Jetzt endlich hat die quälende Unsicherheit ein Ende: Es ist das sogenannte Impingement-Syndrom. Das ist eine Verengung des Hüftgelenksspalt. Knöcherne Veränderungen verursachen eine schmerzhafte Behinderung des Bewegungsspiels im Gelenk, so dass die Hüfte bei bestimmten Bewegungen blockiert ist. Vor allem bei Leistungssportlern wird das immer mal wieder diagnostiziert, vielfach macht es sich erst bei maximalen Anforderungen bemerkbar.

«Es ist natürlich bedauerlich, dass ich jetzt wo die Saison gerade begonnen hat, eine Auszeit nehmen muss. Aber auf der anderen Seite bin ich erleichtert, dass man die Ursache jetzt gefunden hat. Die Unsicherheit und die vielen Rückschläge waren doch sehr quälend», erklärt Thomas Litscher in einer Pressemitteilung des Teams. Die Operation ist gut verlaufen, die Ärzte sind sehr zufrieden und die Rekonvaleszenz kann jetzt beginnen. «Nach ein paar Tagen der Schonung, geht's mit der Bewegung los», erklärt Litscher, der hofft, im Juni wieder in denn Rennbetrieb zurückkehren zu können.

Für Teamchef Joe Broder und seine Crew ist es natürlich ein herber Rückschlag gleich auf beide Top-Sportler verzichten zu müssen. Inklusive der potenziellen Punkte in der Team-Wertung. Aber Broder versucht auch die positive Seite zu sehen: «Wir sind mit Tom froh, dass man ihm jetzt helfen konnte. Wenn man weiß, wie oft er sich aus tiefen Tälern bereits wieder nach oben gearbeitet hat, dann darf man optimistisch in die Zukunft schauen. Und von einem Tom Litscher ohne Handicap, darf man dann sicherlich viel erwarten», so der Schweizer zu seinem Landsmann.

Was Adelheid Morath angeht, ist Broder sicher, dass «sie uns dieses Jahr noch viel Freude machen wird». Morath hat ja bereits viele Erfahrungen mit Comebacks. «Adelheid besitzt unglaublich viel Kampfgeist, sie ist eine richtige Stehauf-Frau», so Broder.


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