MTB: Brandl fährt in Snowshoe aufs Podest - Dascalu U23-Weltcup-Gesamtsieger


Max Brandl (vorne) lieferte sich in Snowshoe mit Jofre Cullell (2.) und Filippo Colombo ein spannendes Rennen. Foto: Erhard Goller
Max Brandl (vorne) lieferte sich in Snowshoe mit Jofre Cullell (2.) und Filippo Colombo ein spannendes Rennen. Foto: Erhard Goller
08.09.2019 | Snowshoe (rad-net) - Im US-amerikanischen Snowshoe hat der Schweizer Filippo Colombo das letzte U23-MTB-Weltcuprennen der Saison gewonnen. Der WM-Zweite siegte nach einem spannenden Rennen in 1:07:55 Stunden mit drei Sekunden Vorsprung auf den Spanier Jofre Cullell Estape und zwölf Sekunden vor dem Deutschen Meister Max Brandl aus Freiburg.

Es war Max Brandl, der in der dritten von sieben Runden mit seiner Tempoverschärfung aus einer achtköpfigen eine dreiköpfige Spitzengruppe formierte. «Es wurde sehr unrhythmisch gefahren. Ich habe dann irgendwann meine passive Haltung aufgegeben», erzählte Brandl. Gemeinsam mit Filippo Colombo und Jofre Cullell führte er das Rennen an. Die Lücke nach hinten pendelte zwischen sechs und 15 Sekunden, weil immer wieder attackiert wurde und das Tempo dann wieder zusammenfiel. «Der Kurs ist einfach nicht selektiv genug», erklärte Brandl. So ging das Trio gemeinsam in die letzte Runde.

Etwa bei Hälfte griff Colombo an. Er setzte sich an die Spitze, ohne gleich eine entscheidende Lücke reißen zu können. Cullell und Brandl blieben drei Sekunden dahinter in Schlagdistanz, doch alle Drei fuhren jetzt voll am Anschlag. Colombo konnte seine Attacke durchziehen und gewann schließlich zum dritten Mal in dieser Saison. Brandl ging zwar noch mal an Cullell vorbei, konnte dessen Konter aber nicht mehr parieren und wurde Dritter.

«Es war sehr eng. Ich bin schon alles oder nichts gefahren, mit dem Risiko hinten raus zu explodieren. Schade, dass es in meinem letzten U23-Weltcup nicht noch zum Sieg gereicht hat, aber es war im Vorfeld auch nicht wahrscheinlich, dass ich gewinne», sagte Brandl mit Blick auf seine Rückenverletzung, die ihn eine Woche vorher bei der WM noch einschränkte. «Ich bin letztlich zufrieden mit Platz drei», so Brandl, der in den letzten zweieinhalb Runden mit einem lockeren Sattel leben musste. «Ich musste ein bisschen aufpassen, aber letztlich war es kein größeres Problem», meinte er noch.

U23-Weltmeister Vlad Dascalu machte es im Kampf um den Gesamtsieg noch mal spannend. Der Rumäne stürzte in der ersten Runde, hatte 25 Sekunden Rückstand und lag nur auf Position 19. Er fiel noch weiter zurück, ehe er den Turbo zündete. Bei einem Sieg von Filippo Colombo braucht er mindestens Rang sechs, um seine Führung zu verteidigen. In der vorletzten Runde erreichte er die Verfolgergruppe, hängte sie in der Schlussrunde ab und wurde mit 28 Sekunden Rückstand noch Vierter. Damit ist er der erste rumänische Weltcup-Gesamtsieger auf dem Mountainbike.

Max Brandl wurde hinter Dascalu, Colombo und Cullell Gesamt-Vierter.


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