List bei MTB-WM auf dem zehnten Platz - Pidcock holt Titel
David List bei der MTB-WM 2025. Foto: Archiv/Merlin Muth 30.08.2026 | Val di Sole (rad-net) - Zum Abschluss der Mountainbike-Weltmeisterschaften im italienischen Val di Sole hat David List im Cross-Country einen guten zehnten Platz belegt. Weltmeister wurde Tom Pidock aus Großbritannien.
«Es ist ein Top-Ergebnis, aber es wäre mehr drin gewesen», sagte Bundestrainer Marc Schäfer und erklärte weiter: «Am Start ist er nicht ins Pedal gekommen und dadurch sehr weit zurückgefallen. Nach dem Start hatte er 50 Sekunden Rückstand zu Platz acht, im Ziel waren es nur noch sechs. Das zeigt, wie stark er eigentlich gefahren ist.» List war aus vierter Reihe ins Rennen gegangen und musste sich daraufhin erst einmal seinen Weg nach vorne bahnen. Als sich das Feld allmählich auseinandergezogen und in mehrere Gruppen zerteilt hatte, machte der 26-Jährige mit schnellen Rundenzeiten Position um Position gut und war ab drei Runden vor Schluss auf Top-Ten-Kurs. Den zehnten Platz konnte er schließlich bis ins Ziel behaupten.
Zunächst war es Luca Schwarzbauer, der mit den Besten mithielt und sich zwischenzeitlich an das Hinterrad von Pidcock, der von ganz hinten starten und mächtig aufholen musste, klemmte. Doch das hohe Tempo konnte Nürtinger nicht auf Dauer mitgehen. Er wurde schließlich 23. Max Brandl überquerte nach einem konstanten Rennen als 26. den Zielstrich. Julian Schelb verpasste als 31. die Top-30 nur knapp. Leon Kaiser wurde nach einer starken Aufholjagd 32., Lennart Krayer kam als 36. auch noch unter die besten 40.
«Alles in allem war das hier aber nicht das, was wir uns für die WM vorgenommen haben», so Schäfer.
Pidcock, zweifacher Olympiasieger und zuletzt 2022 Weltmeister auf dem Mountainbike, beeindruckte mit einer starken Performance. Die Konkurrenz machte es ihm nicht einfach, doch kurz nach Rennhälfte gelang es ihm, zur Spitzengruppe aufzuschließen. Zwei Runden später ergriff er selbst die Initiative, verkleinerte zunächst mit seiner Attacke die Gruppe und konnte letzten Runde seinen letzten Kontrahenten - seinen Landsmann Charlie Aldridge - abschütteln. Vor dem gewann er mit 17 Sekunden Vorsprung. Dritter wurde Cole Punchard (Kanada) mit 31 Sekunden Rückstand, nachdem er in der Schlussrunde noch an Martin Vidaurre (Chile), der durch einen Defekt ausgebremst wurde, noch vorbeiziehen konnte.
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