Gesamtsiegerin Eibl kämpft sich auf Rang elf


Ronja Eibl (2. v. li.) kam in Snowshoe nach Krankheit nicht richtig in Tritt. Foto: Erhard Goller
Ronja Eibl (2. v. li.) kam in Snowshoe nach Krankheit nicht richtig in Tritt. Foto: Erhard Goller
08.09.2019 | Snowshoe (rad-net) - Die deutsche U23-Meisterin Ronja Eibl hat beim Weltcup-Finale der Mountainbiker in Snowshoe (USA) körperlich geschwächt Rang elf belegt. Ihr Gesamtsieg in der Nachwuchs-Kategorie stand schon vorher fest. Die Britin Evie Richards feierte ihren ersten Saisonsieg, 1:06 Minuten vor der Österreicherin Laura Stigger und 1:35 Minuten vor der Französin Loana Lecomte.

Es war anzunehmen, dass Ronja Eibl in Snowshoe nicht in bester Verfassung antreten würde. Der Magen-Darm-Infekt während der WM-Woche hatte zu viel Substanz geraubt. Hinzu kam, dass der 3,8 Kilometer lange Kurs für Eibl zu wenig Anstiege besitzt und zu viele Passagen in denen mit Kraft gearbeitet werden muss.

Als sich in der ersten Runde eine fünfköpfige Spitzengruppe bildete, war Eibl nicht dabei. Dort konnte sich Richards Ende der zweiten Runde absetzen und solo zu ihrem zweiten U23-Sieg nach Albstadt 2017 fahren.

Ronja Eibl verlor durch einen Sturz in der vierten Runde den Anschluss an die Verfolgergruppe bis Platz sieben und bildete schließlich mit der Österreicherin Lisa Pasteiner ein Duo, das um Rang zehn fuhr. Zwei Sekunden hinter Pasteiner wurde Eibl schließlich Elfte (+3:48). Der Mittelfinger der linken Hand schmerzte und sie war erst mal sehr enttäuscht. «Ich habe gehofft, dass es besser geht, aber ich hatte keine Kraft», erklärte Eibl im Ziel und verdrückte ein paar Tränen. «Ich bin auch in den Abfahrten sehr schlecht gefahren und bin nicht einmal vernünftig über das Steinfeld gekommen», fuhr die 20-Jährige aus Grosselfingen selbstkritisch fort.

Für die Gesamtwertung spielte das Resultat keine Rolle mehr. Den Gesamtsieg hatte sie mit drei Saisonsiegen und drei zweiten Plätzen bereits vorher perfekt gemacht. «Ich hätte mir einen besseren Abschluss der Saison gewünscht», meint Eibl dennoch. Bis zur Krankheit vor der WM war die allerdings weitaus besser als sie sich das vorher vorgestellt hatte.

Die italienische Konkurrentin Martina Berta, an diesem Tag Fünfte, kam vorbei, klopfte Eibl auf den Rücken und sagte: «Mach' dir nichts draus. Du wirst nächstes Jahr wieder kommen.»

Nina Benz hatte sich ein Top-Ten-Ergebnis vorgenommen, doch es reichte nur zu Rang 15 (+4:57). Auch sie hatte ja den Magen-Darm-Virus abbekommen, wenn auch nicht so drastisch wie Eibl. «Kann schon sein, dass da noch was war. Aber am Ende der Saison wird man auch müde und es ist ein bisschen die Luft raus. Vor der Saison hätte ich mich über Platz 15 gefreut, jetzt ist es so la la», meint die Laichingerin zu ihrem schwächsten Saison-Resultat. Viermal war sie in diesem Jahr in den Top-Ten.


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